Tolles und gut besuchtes Seminar zur Reparatur von Angelgerät
Am 07.02.2026 fanden sich unsere Jugendleitungen in Handzell ein, um bei Karl Bartsch die eigenständige Reparatur von Angelgerät zu erlernen. Mit dem richtigen Werkzeug und dem nötigen Fachwissen lassen sich die unterschiedlichsten Beschädigungen am Angelgerät in Eigenarbeit beheben. Dabei geht es nicht allein darum, den Geldbeutel zu schonen, sondern auch um Nachhaltigkeit und nicht zuletzt um wertvolle pädagogische Maßnahmen für die Umsetzung mit der Jugendgruppe.
Glaube ist alles
Der Seminartag begann mit einem Vortrag zu Pädagogik. Der Begriff der „Selbstwirksamkeit“ stand hier im Fokus. Denn das Vertrauen darin, Herausforderungen und Problemsituationen selbstständig lösen zu können, ist ein extrem wichtiger Bestandteil für die Entwicklung unseres Nachwuchses. Dominik Hunoltstein, Bildungsreferent der Bayerischen Fischerjugend, gab hierzu einen Einblick in die Thematik. Das Angeln und die fischereiliche Jugendarbeit nehmen hier eine sehr positive Funktion ein. Herausforderungen bei der Ausübung unseres Hobbys sind immer gegeben: Witterungsbedingungen, Wasserstand, Wassertemperatur, Tageszeit, und vieles mehr – beim Angeln reagieren wir auf immer neue Situationen, suchen Lösungen und kommen dadurch zum Erfolg. Gleiches gilt eben auch für die eigenhändige Reparatur von Angelgerät. Nach dem theoretischen Input arbeiteten unsere Jugendleitungen, eingeteilt in zwei größere Gruppen, ihre Rolle für unseren Nachwuchs in den Jugendgruppen stichpunktartig aus. Schnell stellte sich der enorme Mehrwert für unseren Nachwuchs durch ihr Ehrenamt heraus. Das Wissen um die Selbstwirksamkeit hört auch bei den Erwachsenen nicht auf!


Theorie & Praxis Hand in Hand (-Arbeit)
Durch die Gruppenarbeit waren alle bereits ein wenig aufgewärmt und so konnte es gleich ans Eingemachte gehen. Karl Bartsch verband, super unterstützt von seinem helfenden Jungfischer Julian, lebendige Theorie direkt mit der angewandten Praxis. Von Materialkunde bis zur Reparatur der unterschiedlichsten Gerätschaften war der Tag so gut gefüllt, dass ein detaillierter Bericht hier den Rahmen sprengen würde. Rutenringe, Rutenspitzen, Griffteile, Rollenhalter, Blanks und die verschiedenen Materialien, Lacke und Klebstoffe – alles wurde aufgezeigt.



Besonders interessant war auch die Ermittlung des richtigen Wurfgewichts anhand einer speziellen Berechnungsmethode, in Verbindung mit einem Meterstab und unterschiedlichen Gewichten. So bildeten sich schnell Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, vom Wickeln neuer Rutenringe bis zum Anbringen neuer Rutengriffe sowie alles dazwischen waren alle Anwesenden gefordert. Für kleine Reparaturarbeiten braucht es nicht mal großes Werkzeug, doch auch anspruchsvollere Maßnahmen waren Teil des Seminartags. Währenddessen gab es immer wieder tolle Beiträge und Diskussionen unter den Anwesenden. Besonders erfreulich war wieder die tolle Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung untereinander.
Wieder einmal sprechen wir vom Landesbüro ein herzliches PETRI DANK an alle Beteiligten für das überragende Engagement aus!

Dominik Hunoltstein


