Zu Gast im Landtag bei MdL Alexander Flierl
Am 27.05.2026 besuchte die Bayerische Fischerjugend den Bayerischen Landtag zu einem intensiven und mehrstündigen Fachgespräch. Mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Flierl (CSU) tauschten sich die Anwesenden über die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsaussichten der Fischerei, des Gewässerschutzes sowie die positiven Auswirkungen jüngster rechtlicher Neuerungen für die Nachwuchsarbeit aus.
Für die Fischerjugend nahmen, neben den Vertretern der Landesjugendleitung Eduard Stöhr, Ewelina Lautenschlager und Markus Buchberger, Karin Blanbois von der Bezirksjugendleitung Schwaben sowie Nicolas Pellicer vom Landesbüro an dem konstruktiven Dialog teil.
Meilenstein für die Nachwuchsförderung: Altersgrenze erfolgreich gesenkt
Ein erfreulicher Punkt des Gesprächs war die bereits umgesetzte Herabsetzung des Mindestalters für die Mitgliedschaft in Fischereivereinen von 10 auf 7 Jahre. Dieser Schritt ermöglicht den Vereinen nun, Kinder frühzeitig für die Natur, die Gewässerökologie und das Vereinsleben zu begeistern. Alexander Flierl und die Vertreter der Fischerjugend sind sich einig, dass dies die ehrenamtliche Nachwuchsarbeit nachhaltig stärkt und das Fundament für weitere Generationen verantwortungsvoller Anglerinnen und Angler gelegt wurde.
Schutz der Gewässer und Artenvielfalt
Große Einigkeit herrschte auch bei den Themen Natur-, Umwelt- und Gewässerschutz. Die Vertreter der Fischerjugend machten deutlich, dass junge Fischer weit mehr tun als „nur“ zu angeln: Sie sind aktive Naturschützer, die durch Hege und Pflege einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der bayerischen Gewässerlandschaften leisten. Diskutiert wurde, wie die Politik die Vereine bei dieser wertvollen ehrenamtlichen Arbeit noch besser unterstützen und bürokratische Hürden weiter abbauen kann.
Herausforderung Prädatoren und Schutz der Fischbestände
Ein weiterer, dringlicher Schwerpunkt war der Schutz der heimischen Fischbestände vor Prädatoren. Die starke Zunahme der Populationen von Kormoran, Fischreiher und Fischotter stellt sowohl die freien Gewässer als auch die traditionelle Teichwirtschaft vor große Probleme. Die Vertreter der Fischerjugend schilderten die besorgniserregende Situation aus erster Hand.
Einigkeit herrschte in folgenden Punkten:
Schutz der Teichwirte: Die traditionelle bayerische Teichwirtschaft ist ein schützenswertes Kulturgut und unabdinglich für den Erhalt der Fischbestände in Bayern. Sie muss vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen durch Überpopulationen von Prädatoren bewahrt werden.
Ausgewogenes Management: Es brauche Maßnahmen, die ein ganzheitliches ökologisches Gleichgewicht an unseren Gewässern zum Ziel haben. Ein einseitiger Schutz von Prädatoren zulasten der Fischartenvielfalt trage nicht dazu bei.
Ein starkes Signal für die Zukunft der Fischerei
Das mehrstündige Fachgespräch endete mit dem gegenseitigen Versprechen, auch in Zukunft im engen und direkten Austausch zu bleiben. Die Bayerische Fischerjugend schätzt das Fachwissen von Herrn Alexander Flierl über die Fischerei sowie den Natur- und Artenschutz und bedankt sich herzlich für sein großes Engagement zu diesen wichtigen gesellschaftlichen Themen.

Nicolas Pellicer, Dominik Hunoltstein




