Gezielt füttern mit Rakete und Sbomb

Es gibt schlaue Tools für´s Füttern: Futterraketen und Sbombs

Die beiden marktbeherrschenden Teile sind einander vom Prinzip her ähnlich: Sie nehmen eine gewisse Menge Futter auf, lassen sich an einer Wurfrute montieren und zielgenau auswerfen, und das über weite Distanzen, wo man sonst mit dem Boot oder Futterboot hinfahren muss.

Die Futterrakete ist das einfachere und günstigere Teil

Ein Rohr mit Löchern und einen Auftriebskopf, meist in Rot. Wo das Loch ist, kommt das Futter rein. Hier finden sich auch die Halteschnüre und der Verbindungswirbel. Nach dem Füllen und Auswerfen dreht sich das Ding im Wasser um, kippt den Inhalt aus, und hüpfelt dann an der Wasseroberfläche. Damit auch wirklich alles raus rieselt, was man reingepackt hat, kann man ein paarmal anschlagen. Beim Einholen bietet die Rakete ziemlichen Widerstand, und macht ne ordnetliche Welle. Dazu nachher noch mehr.

Nummer Zwo, die Sbomb, ist ein richtiges Patent-Teil

Bestehend aus zwei Halbschalen, lässt es sich zuklappen. Im Heck befindet sich ne Feder, vorn ein Druckknopfmechanismus, der beim Auftreffen aufs Wasser auslöst, und die Futter-“Bombe” öffnet, die auch genau so aussieht. Zum Füllen wird sie aufgeklappt, dann schaufelt man Grundfutter, Pellets, Boilies in eins der Seitenteile, dann klappt man zu, wirft aus. Der Fütterer fliegt im Bogen zur Angelstelle, trifft mit der Nase auf, klappt auf und entleert sich. Ob das funktioniert hat, sieht man gleich, weil die Seitenteile richtig weit offenstehen.

Vorteil der Sbomb ist, dass sie beim Einholen wie ein Wasservogel über die Wasseroberfläche flitzt, watschelt.

Beim Rückhol ist sie also schneller als die Rakete, und erfordert weniger Kurbelkraft, während die Rocket sich oft mit Wasser füllt und richtig bremst. Nachteil der Sbomb ist ihr Mechanismus, der sich manchmal verklemmt, wenn man kleine Partikel füttert. Das passiert mit der Rakete nicht, die einfacher designt ist. Geworfen werden können beide – Sbomb und Rakete – mit normalen, kräftigen Ruten, zum Beispiel Karpfenruten.
Füttern mit Rocket oder Sbomb macht beim Fischen nen Riesenunterschied, außerdem macht das Zielwerfen – am besten noch geklippt – nen Riesenspaß. Fische sind ja neugierige und lernfähige Tiere. Haben sie erstmal kapiert, dass das Raketen- und Sbomb-Pflatschen Futter bedeutet, stehen sie oft in Null-Komma-Nichts am Platz!

Übrigens: Anfüttern wird oft kritisch gesehen. Wer sich näher mit dem Thema Anfüttern beschäftigen möchte, findet hier einen Faktencheck: https://www.av-nds.de/images/positionspapiere/2016-07-02_AV-NDS_FaktencheckAnfuettern_final_web.pdf