Salted Deadbaits

Köderfische mit Salz fängiger machen

Kennt ihr das? Ihr nehmt Köderfische aus der Gefriertruhe, geht zum Raubfischangeln; und am Wasser angekommen oder nach dem Aufbauen und Montieren habt ihr in den Tüten oder in der Box ne richtige Pampe oder Brühe, weil Körpersäfte aus dem Frostfisch treten und sich mit dem verbliebenen Wasser im einst frischen Fisch und den Eiskristallen vom Frosten her mischen; und dann noch der Schleim… Echt eklig, manchmal! Die Brühe in der Tüte ist aber eigentlich gar nicht mal so schlecht; denn sie enthält kleine Bröckchen, Partikel, Duftmoleküle; sie ist wie ein Dip, in die der Köder eingelegt ist. Aber den aufgetauten Frostfisch in diesem Zustand anfassen? Nö! Außerdem hält das wässrige Schleimzeugs so ja auch gar nicht am Köder…


Um die Tütensoße zu binden und den Fisch zu „trocknen“, könnt ihr Salz in die Tüte geben

Und zwar so viel, dass die komplette Brühe aufgesogen wird. Ihr könnt auch erstmal das rötliche Duft-Wasser 😉 zum Teil oder auch ganz abgießen, und dann das Salz rein tun; ist aber nicht immer optimal, denn so fehlt euch später „Duft“. Ins Gras gegossen stinkt es schnell an der Stelle, des Abguss lockt Insekten oder nicht angeleinte Hunde an; und wenn ihr die Brühe ins Wasser gießt, schwimmen die Räuber dahin, und suchen den Köder garantiert nicht am Angelplatz.

Salz verändert, wenn es ins Wasser kommt, dessen Werte, es kann von Fischen wahrgenommen werden.

Es bleibt am gesalzenen Köfi kleben, verbindet sich mit dessen Schleim und den Körpersäften, und saugt die Tütenbrühe auf; es ist ein bisschen wie eine Panade, beim Schnitzel. Die oberflächliche, kristalline Salzpannade löst sich beim Einwurf und rieselt an der Stelle, wo euer Köder steht oder liegt, zum Gewässergrund, beziehungsweise löst sich gemeinsam mit den gebundenen Stoffen der Gefrierbrühe im Wasser; das lockt Räuber an. Lasst ihr euren Frostbait länger im Salz, ein paar Stunden oder soger 1, 2 Tage, dann zieht das Salz nach und nach die ganze Flüssigkeit aus dem Köfikörper, und macht ihn innen salzig, und übrigens auch haltbar (wenn ihr ihn lange genug lasst; Tipps dazu gibt es im Internet). Mit dem Länger-Salzen könnt ihr in der Gefriertüte ne salzige Brühe oder Lauge produzieren, die ihr für alles mögliche verwenden könnt, zum Beispiel zum Anmischen von Weißfisch-Lockfutter zum Verteilen um euren Deadbait. Kommt der lang behandelte Salzlaugen-Köderfisch ins Wasser, dringt das Salz nach außen, und es diffundiert (Süß-)Wasser von außen in den Köfi.

Ein länger in Salz eingelegter Frostköfi gibt also über einen längeren Zeitraum Salz ab

Ein mit Salz eingeriebener oder bestreuter über einen kürzeren Zeitraum. Geht ihr nen Räuber an, der sich nicht so schnell fangen lässt, wählt ihr erstere Methode; kennt ihr Euren Fisch, seine Raubzeiten und die Stellen, dann salzt euren Frostfisch frisch ein oder lasst ihn nur kurz in der Salzpannade. Nehmt euch zum Köfi-Angeln auf alle Fälle immer Salz mit ans Wasser, und arbeitet damit. Es lohnt sich! Sogar das schnelle Trockensalzen kurz vor dem Einwurf kann euch zusätzliche Bisse und Fische bringen! Dabei aber nicht vergessen: Salz ist aggressiv, und greift Hände und Montageteile an; Haken können so schneller verrrosten. Um eure Hände zu schonen, zieht euch zum Salzen und Montieren eurer Baits am besten Handschuhe an. 🙂