Der Flussbarsch

Der Barsch zählt zu den beliebtesten Fischarten unserer heimischen Gewässer. Er kommt in den unterschiedlichsten Gewässertypen vor, hat eine sehr interessante Lebensweise und sieht dazu noch super aus! Im folgenden erfahrt ihr viel Interessantes zu diesem tollen Fisch. Außerdem haben wir einen kleinen Podcast zu diesem Räuber für euch.

Steckbrief: Der Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Aussehen
Der Flussbarsch besitzt je nach Wohngewässer einen mehr oder weniger hochrückigen Körper mit kleinen Kammschuppen. Der Kopf besitzt eine weite endständige Maulspalte. Der hintere Rand des Kiemendeckels endet in einem kräftigen Dorn (Barschdorn). Er besitzt zwei deutlich getrennte Rückenflossen. Die erste Rückenflosse besitzt Stachelstrahlen und einen schwarzen Fleck (Petrifleck); die zweite Rückenflosse ist ohne Stachelstrahlen. Bauch-, After- und Schwanzflosse sind orangefarben bis blutrot gefärbt. Die Oberseite ist meist dunkelblaugrün. Vom Rücken gehen als auffälligstes Merkmal fünf bis neun dunkle manchmal gegabelte Querbinden aus, die bis in das hellere untere Körperdrittel reichen. Barsche werden durchschnittlich 20 – 35 cm, max. 50 cm groß. Ihre Laichzeit erstreckt sich von März – Juni.

Lebensraum und Lebensweise

Als sehr anpassungsfähige Art sind Barsche sowohl in stehenden als auch in fließenden Gewässern weit verbreitet. Sie bevorzugen Stellen mit üppiger Vegetation. Der Laich wird in langen spiralartigen Schnüren an Wasserpflanzen und Wurzelwerk abgelegt. Junge Barsche halten sich meist in Schwärmen am Grund auf. Ältere Exemplare leben eher räuberisch und als Einzelgänger. Bei geringem Nahrungsangebot oder fehlendem Raubfischbestand kommt es infolge der Überbevölkerung zur Ausbildung von Kümmerformen (Verbuttung).

Nahrung

In der Jugend ernähren sich Barsche von Zooplankton, Wasserinsekten, Bodentieren sowie von Fischlaich und -brut; ältere Exemplare fressen überwiegend Fische – auch der eigenen Art.

Gefährdung

Speziell in den großen Voralpenseen unterlagen die Bestände des Barsches in den letzten Jahrzehnten großen Schwankungen. Im kalten und nährstoffarmen Wasser wachsen Barsche langsamer. Eine echte Gefährdung besteht für den Barsch aber bisher nicht. Allen voran sind es menschliche Eingriffe in die Gewässerstruktur sowie Klimaveränderungen, die der heimischen Fischfauna zu schaffen machen.

Neugierig geworden?

HIER gibt es eine spannende Geschichte zum Anhören über den Barsch