Federn für Entenschnäbel: Mit Streamer auf Hecht

Das Angeln mit Kunstködern auf Raubfische ist vielseitig und spannend. Zwei Techniken stehen hierbei im Vordergrund: Das Spinn- und das Fliegenfischen. Beide Angelarten zeichnen sich durch kreative Köder sowie verschiedene Führungs- und Wurfstile aus. Ein spezieller Köder eignet sich ganz besonders, beide „Welten“ miteinander zu verbinden: Der Streamer. HIER gehts zur Online-Anmeldung

Aktiv in Theorie und Praxis

Streamer lassen sich sowohl mit einer Spinn-, als auch mit der Fliegenrute erfolgreich führen. Wir zeigen euch sämtliche Techniken auf, wie ihr mit den „Federbüscheln“ unsere Räuber überlisten könnt. Der Hauptbestandteil des Seminars wird sich auf den Umgang mit dem Fliegengerät konzentrieren. Doch auch für die Spinnrute haben wir sämtliche Tipps und Tricks für euch im Programm. In Theorie und Praxis erfahrt ihr alles über Gerätekunde, verschiedene Streamer-Varianten und Angeltechniken. Bringt euch hier selbst ein, teilt mit uns eure Erfahrungen und tauscht euch aus! Natürlich werden wir natürlich auch ein paar fängige Muster selbst binden – eine super Aktivität für die Arbeit mit eurer Jugendgruppe! Unser erste Seminartag dreht sich um die theoretischen Inhalte sowie das Streamerbinden.

Am zweiten Tag setzen wir das Erlernte direkt in die Praxis um und versuchen unser Glück am Regener See. Bitte beachtet hierzu, dass die Angelkarten selbst bezahlt werden müssen. Das Angeln ist aber keine Pflicht – ihr könnt eueren Kollegen/innen auch gerne über die Schulter schauen.Nehmt nach Möglichkeit euer eigenes Angelgerät mit.Watbekleidung ist absolut sinnvoll – es werden Leihsachen und auch Leihgerät zum Angeln zur Verfügung stehen, allerdings kann das v.a. bzgl. der Watkleidung nicht für jede/n gewährleistet werden. Bitte bei Anmeldung anmerken. Ohne gültigen Fischereischein oder entsprechende Ausrüstung zum waidgerechten Fischfang wird keine Erlaubnis ausgestellt.

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Bitte beachtet:

1. Unsere Seminare sind für alle Unterstützer der Jugendarbeit kostenfrei (Unterkunft/Verpflegung/Seminarinhalte). Bei unentschuldigtem Fehlen wird euch aber die Ausfallgebühr in Rechnung gestellt.

2. Es handelt sich um waidgerechtes Angeln und Verwerten der gefangenen Fische. Die entsprechende Ausrüstung, von Kescher bis Betäuber, muss mitgenommen werden – sonst ist das Angeln leider nicht möglich.

3. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Bei Überbuchung zählt der Zeitpunkt der Anmeldung.

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Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Hecht im Speckmantel

Heute echt Bock auf Hecht!

Hechte suchen mit Pose und Köderfisch

Wer Hechten nachstellt, sucht sie meist mit Gummifisch, Wobbler & Co. an der Spinnrute oder bietet statisch einen Köderfisch an der Pose oder auf Grund an. Effektiv kann aber auch die Hechtjagd mit einem treibenden Köderfisch an der Posenmontage sein – ideal für langsam fließende Gewässer.

Gerät und Montage

Dafür eignen sich stabile Match- oder leichte bis mittlere Karpfenruten von 3-4,5 m Länge mit einer 2500-4000er Stationärrolle mit 0,30-0,40 mm abriebfester monofiler Schnur. Der Köderfisch wird je nach Größe an einer 8-20 g Pose angeboten. Diese sollte mit weichen Klemm- oder Kugelbleien ordentlich ausgebleit werden, so dass der Hecht beim Biss wenig Widerstand spürt.

Zwei Anköderungsweisen haben sich bewährt: In langsam fließenden Gewässern, wenn der Köderfisch langsam durchtreiben soll, reicht ein großer, stabiler Einzelhaken (3/0-5/0) am 40-50 cm langen Stahlvorfach unterhalb der Rückenflosse. Die Schwimmblase wird zerstochen, damit der Fisch nicht auftreibt und natürlich im Wasser „steht“. Verwendet man größere Köderfische, kann zusätzlich ein Drilling oberhalb der Brustflosse angebracht werden.

Köderfisch aktiv(er) anbieten

Möchte man den Köderfisch aktiver anbieten, wird er mit einem großen Einzelhaken (3/0-5/0) durch die Schädelplatte sowie einem Drilling zwischen Rücken und Schwanzflosse angeködert. Dann lässt man die Pose im Mittelwasser an vielversprechenden Zielen, wie Seerosenfeldern, Spundwänden, Totholz etc. vorbeitreiben. Befindet sich ein Hecht am Platz, lässt der Biss nicht lange auf sich warten. Beim Einholen werden kurze Stopps eingelegt, in denen der Köderfisch wieder absinken kann. Dadurch wirkt die Führung lebendiger und misstrauische Hechte lassen sich leichter zum Biss verleiten. Oft kommt ein Biss direkt beim Einstrippen. Hat nach der dritten Drift nichts gebissen, kann man sich der nächsten Stelle zuwenden. Taucht hingegen die Pose ab, wird sofort Schnur gegeben, so dass der Hecht einige Meter abziehen kann. Dann nimmt man leicht Spannung auf und setzt kräftig den Anhieb. Im Drill die Rutenspitze möglichst Richtung Wasseroberfläche halten, damit werden Hechtsprünge minimiert, bei denen sich der Hecht gelegentlich losschüttelt. Auf diese Weise lassen sich vielversprechende Plätze auch mit Köderfisch gut absuchen.

Hechtmontage mit Pose
Hechtmontage mit Pose

Mit unseren Rezepttipps könnt ihr euren tollen Fang veredeln:

Hecht in Alufolie

Für den gefangenen Hecht bieten sich entsprechend der Größe unterschiedliche Zubereitungsmöglichkeiten an. Kleinere Hechte bis 60 cm lassen sich gut im Ganzen in Alufolie garen. Dazu zwei Alufolienbögen 20 cm länger als der Hecht bereitlegt. Den ausgenommenen Hecht (dieser kann, muss aber nicht geschuppt sein) innen und außen mit Salz, Pfeffer, gehackter Petersilie, Knoblauch- und Zitronenscheiben würzen. Auf der doppelt gelegten Alufolie mit einigen Esslöffeln Olivenöl beträufeln und fest mit Folie umschließen. Je nach Größe diagonal auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 180-200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 30-45 min garen. Dazu passen gut Petersilienkartoffeln und Salat.

Hecht im Speckmantel mit Ofengemüse

Hechte mittlerer Größe bis 70 cm lassen sich ebenfalls noch gut am Stück garen. Damit sie nicht zu trocken werden, bereitet sie am besten im Speckmantel zu. Den ausgenommenen und geschuppten Hecht mehrmals seitlich quer einschneiden und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Thymian innen und außen würzen. In U-Form mit der Bauchseite nach unten auf ein Backblech legen und mit Speckscheiben (Bacon, Frühstücksspeck) belegen. Geviertelte Kartoffeln und einige Cocktailtomaten (bzw. Gemüse der Saison) mit den gleichen Gewürzen, etwas gehackter Petersilie und Olivenöl vermengen und um den Hecht verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 180-200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 min garen.

Hechtklößchen

Größere Hechte (> 70 cm) können beim Garen schnell trocken werden, aus ihrem Filet lassen sich fantastische Hechtklößchen zubereiten. Das Hechtfilet (ohne Haut) für eine Stunde im Gefrierschrank etwas anfrieren lassen, dann in Würfel schneiden und zweimal durch den Fleischwolf (2mm-Scheibe) drehen. Die Fischmasse mit einem Becher Sahne (pro Kilogramm Filet) verschlagen und mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse mit zwei Löffeln Klößchen formen und in siedendem Salzwasser 5-10 min garen. Dazu passen Dill-Sahnesoße, Salzkartoffeln und grüner Salat.

Hechtklößchen
Hechtklößchen

Hechte können Großes schlucken…

Hechte fressen gerne dicke Brocken, und schlucken alles, was eben so reinpasst. Während kleine Fische von ihnen durchaus einfach so, wie sie grade stehen oder schwimmen, inhaliert werden, machen den Entenschnäbeln große Beutefische wesentlich mehr „Arbeit“.

Um sie zu bewältigen, werden sie – sofern Meister Esox sie nicht gleich richtig rum erwischt – im Maul zunächst gedreht; dabei ruckt und zuckt der Hecht gewissermaßen, auf der Stelle stehend oder auch schwimmend, bis der Fisch mit dem Kopf voran im Maul steckt, was oft lustig aussieht; und auch die Schluckbewegungen wirken ruckend und zuckend.

All diese Bewegungen sind genau koordinierte Bewegungen des Kopfes, des Maules, des Kiefers und der Muskulatur, mit dem Ziel, den Beutefisch schnellstmöglich in und durch den Schlund zu bugsieren.

Hechte stehen konzentriert…

Früher hörte man oft oder konnte lesen, dass Hechte Einzelgänger sind, die andere Hechte fressen oder aus ihrem Revier verbeißen. Das stimmt so nicht. Wenn genug Nahrung da ist, stehen Hechte auch ganz gerne mal auf einem Fleck – in einem Baum, auf einem Barschberg oder in einem Krautfeld zum Beispiel, und teilen sich Futterfische und Standplatz. Wo Ihr einen Esox gefangen habt, dürft Ihr also auf mehr hoffen…! 🙂

Durchschnitts-Hechte steh’n am Gras…

Am großen See oder Weiher stehen die Großhechte meist im Freiwasser oder weit draußen; kleinere Normalhechte dagegen stehen oft extrem flach und ufernah, weil sie sich vor den Großen verstecken. Schilfgürtel und Seggen sind oft voller Entenschnäbel. Wenn Ihr also viel fangen wollt, dann schleppt oder werft parallel zum Ufer, in 1, 2 Meter Entfernung. Ideal für Hechte, die dort unterstehen, und Euren Köder mit ner kurzen, knackigen Hechtattacke erlegen wollen!

Voll schonend angeln auf Hecht & Co.

Meistens, wenn´s auf Hechte oder andere große Raubfische geht, wird mit Systemen gefischt.

Denn große Räuber wollen große Köfis, und da kommt man mit einem einzelnen Haken nicht weit; einfach, weil die Dimensionen des Köders viel zu groß sind für einen Einzelhaken. Hat man nur einen Greifer im Riesen-Bait, verleitet das dazu, den beißenden Raubfisch lange abziehen oder ihn schlucken zu lassen, damit man ihn auch sicher bekommt. Nicht gut, wenn dann ein Untermaßiger Fisch am Haken hängt, der eigentlich zurück gesetzt werden muss; was man aber dann nicht kann, weil der Haken tief ist, den Schlund verstellt, oder der Fisch schon blutet.

Viele Angler setzen auf das Doppeldrillingsystem

Deswegen setzen viele Junganglerinnen und -angler auf das bekannte Doppeldrillingsystem, bei dem zwei Trebles (englisch für Drillinge) in Reihe geschaltet auf dem Stahl- oder dem Mono-Vorfach sitzen. Damit kann man einen Haken zum Beispiel im Rücken oder im Schwanzbereich eines Großköfis platzieren, und einen am Kopf, den der Räuber gerne als erstes packt, beziehungsweise den er als erstes zu schlucken versucht. Bewegt sich was am Köder, kann man sofort anschlagen, schon nach wenigen Sekunden; eine oder zwei Hakenspitzen des Drillings stehen immer frei, und sind bereit, den Räuber zu haken. Eigentlich ne tolle Sache! Manche Raubfische sind aber Schnell-Schlucker; sie verhaften den Köfi auf der Stelle und verschlucken ihn in Null-Komma-Nichts – und zwar mitsamt den Drillis. Und manchmal, was man eigentlich vermeiden sollte, kuckt man auch in dem Moment nicht auf die Pose oder den Bissanzeiger der Grundrute, wenn ein Fisch beißt; man unterhält sich mit nem Angelkollegen oder ner Angelkollegin, bindet Vorfächer, isst grade was, und bekommt daher den Biss nicht gleich mit. Fatal! Ein abgeschlucktes System bedeutet meist, dass alle Hakenspitzen mindestens eines Drillings (manchmal auch beider!) im Schlund oder im Magensack des Räubers fassen. Dann ist natürlich Ende Gelände für den armen Fisch, der so nicht mehr fressen kann…


Es gibt aber noch ein anderes System für Räuber, das genau so gut funktioniert, das aber nicht so gefährlich ist, wenn´s mal tief sitzt.

Bei der Fertigung dieses Systems packt ihr nicht etwa zwei Drillis, sondern zwei Einzelhaken auf das Vorfach! Der Köderfisch wird mit einer Ködernadel aufgezogen, oder kann, wie beim Doppeldrillingsystem gehakt werden; am Rücken, Kiel oder Schwanz wird der eine, am Kopf der andere Einzelhaken montiert. Der Montage-Trick dabei: Hakt für´s Grund- oder Posenfischen zuerst den Einzelhaken am Vorfachende, den „Kopfhaken“ an, zieht ihn unter die Haut, drückt ihn durch die Schädelplatze, oder platziert ihn im Brustflossenansatz; und zwar mit einem Dreh von hinten nach vorn; stecht den Greifer, je nach Hakengröße bzw. Hakenbogen, 1-2 Zenti HINTER der Stelle ein, an der die Hakenspitze nachher hervortreten soll. Stecht ein, dreht den Haken von hinten nach vorn, der Drahtkrümmung folgend, und zieht dann euer Vorfach stramm; jetzt stellt sich der Haken schön fängig auf, und bleibt auch in dieser Position. Erst, wenn der Kopfhaken eingedreht ist und gut sitzt, stecht ihr den folgenden System-Einzler ein, drückt ihn quer durch den Fisch im Bereich der Rückenflosse oder unten-hinten am Kiel, oder fädelt ihn ein Stück weit unter die Haut, und platziert ihn in der Schwanzwurzel.

Damit der Einzelhaken, der den Köfi beim Wurf ja hauptsächlich hält, sich nicht auf dem Vorfach verschiebt, muss er fest montiert sein, entweder mit ner Klemmhüse oder mit ner knotenlosen Wicklung.

Verschiebbare Haken könnt ihr vergessen, die rutschen beim Wurf und Anhieb nur durch (gilt genauso für Drillingsysteme mit nem verschiebbaren Drillinmg auf dem Vorfach!)! Der Vorteil des Doppeleinzelhaken-Systems ist, dass immer nur eine Hakenspitze fassen kann – anders als beim Drillingsystem. Auch, wenn das System mal tief sitzt, könnt ihr mit nem langen Hakenlöser oder ner Zange über die Kiemen oder vorn durchs Maul die Einzelhaken fassen, sie packen, und durch leichtes Drehen und Ziehen (zum Beispiel von seitlich her, durch die Kiemen!) aus dem Räuber bugsieren, der dann unbeschadet wieder ins Wasser entlassen werden kann. Besonders gut lassen sich Systeme lösen, bei denen die Haken mit Klemmhülsen befestigt sind. Sie lassen sich besonders gut drehen; angewickelte Einzelhaken sind beim Lösen sperriger, weil man das Stahlvorfach immer mitbewegen muss. Wichtig beim Lösen eines Untermaßigen Fisches ist generell Ruhe. Je ruhiger ihr seid, desto ruhiger ist meist auch der Fisch, und desto besser klappts! Das Doppeleinzler-System eignet sich übrigens nicht nur für Riesen-Köfis, sondern ist auch für kleine und mittlere Köderfische gut, zum schnellen Anhauen. Einfach mal probieren! 🙂

Sardinen richtig montieren

Sardinen, die man tiefgekühlt im Supermarkt kaufen kann, sind tolle Köderfische für Hechte. Die öligen, fettigen Meeresfische riechen nach dem Auftauen nämlich recht streng, was besonders die größeren Entenschnäbel anlockt. Besonders fängig sind sie beim Nachtfischen, oder beim Angeln im trüben Wasser. Jetzt sind die Esoxe auf ihre gute Nase angewiesen, um etwas Leckeres zum Fressen zu finden. Der Nachteil der Sardinen ist, dass sie so weich sind. Ihr solltet sie deshalb auf den Haken oder das System aufziehen. Oder – einfache Möglichkeit für das Fischen mit einem sogenannten Doppeldrillingssystem – die Sardine einfach am hinteren Ende mit der Ködernadel durchstechen, und den Drilling mit mindesten 2 oder auch allen Hakenspitzen (!) fest im Fischfleisch verankern. So hält der Weichling auch bei kräftigen Würfen bombenfest! Der andere Drilling dient als „Fanghaken“, und wird ganz normal mit einer Hakenspitze vorn am Kopf des Köderfisches eingestochen. Petri Heil! 🙂

Hechtangeln mit Makrele

Das Fischen auf Hechte mir Meeresfischen kann besonders erfolgreich sein

Meeresfische sind sehr fett, und duften sehr stark, wesentlich stärker als die normalen Futterfische des Süßwassers; sie riechen nach Meer – und nach „Mehr“! Einmal im Wasser, laugen sie langsam aus; das Salz dringt nach außen, nimmt dabei Partikel mit. Ein kleiner Teilchenstrom, in der Nähe des Köders.

Wo Salz im Wasser ist, verändert es dessen Charakter, den PH-Wert

Süßwasserfische scheinen das zu lieben. Auch wir Menschen mögen ja den Geschmack von Salz, brauchen es. In Supermärkten, teilweise auch in Angelgeschäften, gibt es ein gutes Angebot tiefgekühlter Meeres-(Köder-)fische. Meist werden Sardinen angeboten, Heringe und Makrelen. Die beiden letzten kommen oft aus der heimischen Fischerei, die eher nachhaltig ist. Bei Sardinen ist das ein bisschen anders; sie kommen von weiter her, und ihre Bestände sind oft überfischt.

Besonders Makrelen sind als Köfis für dicke Hechte gut geeignet

Warum? Da ist zunächst einmal ihre Größe. Tiefgefrorene Grillmakrelen aus der Truhe sind meist um die 30 Zentimeter lang, oder sogar noch länger. Solche großen Köfi-Brocken werden von kleinen Hechten nicht genommen, man spart sich also das Fangen, das Abhaken und Zurücksetzen von Untermaßigen. Die Haut von Makrelen ist sehr zäh; sie sind für Weitwürfe gut geeignet. Große Hechte stehen ja nicht selten weit ab vom Ufer. Aufgrund ihrer Form fliegen sie sehr gut; die Körper sind windschnittig, torpedoförmig.

Geworfen und gefischt werden sie am besten mit kräftigen Raubfisch- oder Karpfenruten

Die Ruten dürfen von der Aktion her ruhig etwas weicher sein, so dass man sie beim Wurf voll aufladen, und den gesamten Blank beziehungsweise dessen Biegekraft und -steifigkeit als Wurfinstrument nutzen kann. Dazu passen Freilaufrollen und gute Monofile oder Geflechtschnüre mit einer Tragkraft von um die 10 Kilo.

Weil die Makrelen so groß sind, stückeln sie viele Hechtangler

So geben sie noch schneller und mehr Duft ab, die kleineren Stücke lassen sich auch mit leichteren Ruten werfen. Beim Stückeln trennt man die Makrele mit Messer und Schneidebrett am besten in 2 oder 3 Teile, Kopf, (Mittelstück) und Schwanz. Den Schwanz nimmt man zum Beispiel als Köder, Mittel- und / oder Kopfstück wirft man als Anfutter ein. Oder auch anders rum – wie´s beliebt. So wird der Hecht zusätzlich angelockt, und kann sich außer mit dem Hakenköder auch noch mit dem, oder den beiden, anderen beschäftigen. Mit Makrelenstücken kann man zum Beispiel auch schön eine kleine „Straße“ in Richtung des vermuteten Unterstands legen, in 1-2 Meter Abstand vom jeweils nächsten. Auch an einem Barschberg oder einer Kante kann man so arbeiten, und damit den Hecht zum eigentlichen Köder führen. Zum Makrelen-Köder passt ein Doppeldrillingssystem und der elektronische Bissanzeiger. Angeschlagen wird sofort beim Biss. Tipp: Damit der Haken gut fasst, könnt Ihr dort, wo der Drilling sitzt, die Haut entfernen, oder sie anritzen; so ist der Haken schneller draußen, und im Hechtmaul. 🙂

Hechte dropshotten

die Kombi machts!

Meistens wird auf Hechte ja mit Kunstködern geangelt, oder auch mit Köderfischen. Beide großen Angeldisziplinen haben Ihre Vorteile: Beim sportlichen, mobilen Fischen mit Kunstködern könnt Ihr richtig Strecke machen, Euch bewegen, die Fische suchen; und meist findet Ihr ja früher oder später einen aktiven, raublustigen Fisch. Oder das Fischen mit Köfi – hier kommen die Hechte, die den leckeren Köderfisch sehen oder wittern, früher oder später zu Euch; eine gemütliche Angeltechnik. Etwas, das von der Art her in etwa zwischen diesen genannten Angelarten liegt, ist das Fischen auf Meister Esox mit Dropshot-Montagen. Hier seid Ihr auch in Bewegung, aktiv; aber Ihr müsst nicht soviel arbeiten mit Armen und Händen. Ihr müsst auch nicht immer gehen oder stehen – Dropshotten geht genau so gut im Sitzen. Denn das Fischen konzentiert sich auf bestimmte Bereiche, an, in denen Ihr Hechte wisst und vermutet.

Der Naturköder kann sehr langsam angeboten werden

Der Vorteil beim Dropshotten ist, dass Ihr den Köder, in diesem Fall den Köfi, sehr langsam fischen, ihn im besten Wortsinn „anbieten“ könnt. So lockt Ihr auch Hechte aus der Reserve, die eher faul sind, satt oder vorsichtig, oder die lauernd in ihrem Unterstand verharren. Esoxe sind ja Kurzstreckenjäger, die einen Köder praktisch nie über eine längere Strecke verfolgen, weil ihnen dabei einfach die Puste ausgeht. Manchmal sind Spinnköder einfach zu schnell, oder auch zu schnell vorbei. Andererseits ist manchmal der Köfi am Schwimmer oder auf Grund einfach zu weit weg vom Hechtrevier oder dem Unterstand, und wird, weil er sich gar nicht regt und bewegt, nicht wahrgenommen. Anders der Dropshot-Köfi.

Was Ihr für´s Hecht-Dropshotten braucht, ist eine straffe, mittelstarke Spinnrute

Die meisten speziellen Dropshotruten sind zu fein, zu weich, für das Werfen und Fischen mit den Köfis am Vorfach mit dem mittig platzierten Haken und dem Blei am Ende; denn das ganze System wiegt doch schon einiges, und will erst mal ausgeworfen sein. Die Rutenspitze darf auch nicht zu weich sein, sonst versackt Euer Zupfen mit der Rute nämlich im weichen Vorderteil. Am besten hängt an der Rute eine Rolle mit Fusions- oder Geflechtschnur. So spürt Ihr die Bisse gut. Vorfächer für´s Hecht-Dropshot gibts nicht zu kaufen, Ihr müsst sie also selbst binden. Das geht mit Stahl in verschiedenen Qulitäten und Stärken, oder mit Fluocarbon; letzteres ist super im klaren Wasser, wenn auch ein bissel sperrig.

Am besten bindet Ihr Eure Systeme als Doppelhakensystem

Ein Haken kommt – seitlich abstehend und aufgefädelt durch´s Hakenöhr – mittig auf´s Vorfach, am Stahldraht am besten angewickelt oder zwischen Klemmhülsen; dann macht Ihr noch nen kurzen Seitenarm in passender Köfi-Länge, an dessen Ende auch nochmal ein Einzelhaken sitzt. Das Zusatzvorfächlein wiederum klemmt Ihr oder bindet Ihr am ersten Haken an, durchs Öhr, oder auch am Hauptvorfach direkt. Beim Montieren kommt der erste, der eigentliche Dropshothaken, durch den Kopf des Fisches, und zwar von unten her, Haken Nummer zwei kann zum Beispiel an einer Bauchflosse leicht eingehängt werden, indem Ihr den Greifer von vorne her durch den knorpeligen Bauchflossenansatz dreht, so dass er hinter dem „Paddel“ wieder herausschaut. Das Schöne am Doppelhakensystem ist, dass Ihr kleine, untermaßige Fische schonend zurücksetzen könnt – besser, als an Drillingen. Während beim Dropshot-Angeln mit Gummiködern die Räuber nicht selten wieder loslassen, nachdem sie den Gummiköder kontaktet, und ihn aufgrund seiner Konsistenz, aufgrund seines Geruchs und Geschmacks als künstliche Imitation identifiziert haben, fassen Räuber nach einem Fehlbiss auf den DS-Köfi oft noch ein- oder auch mehrmals nach. Hecht-Dropshot ist sehr erfolgreich. Versuchts mal!

Forelle japanrot Twister

Erfolg mit japanroten Twistern

Japanrote Twister sind eigentlich klassische Meeresköder, die beim Pilken als Beifänger oder auch als Wurfköder eingesetzt werden.

Eigentlich ist der Name, der Begriff „Japanrot“ Schmarrn, denn mit Japan hat die Farbe so gesehen nichts zu tun. Er zeigt aber – oder soll vielmehr deutlich machen – dass dieses Rot, dass man da vor sich hat, ein besonderes ist. Es ist eines, das leuchtet, glüht, wie der rote Punkt auf der japanischen Flagge, der die Sonne symbolisiert. Japanrote Twister sind UV-aktiv, und wirken auch noch in großen Tiefen rot; im Gegensatz zu sonstigen roten Ködern, die bei wenig Licht, bei Trübe und im Tiefen irgendwann unscheinbar braun oder schwarz erscheinen. Diese Unscheinbarkeit kann manchmal von Vorteil sein – in aller Regel ist es aber besser, wenn der Fisch den „Bait“ deutlich sehen kann. Klar, dass so ein Gummiteil auch im Süßwasser zieht. Hier sieht man beim Spinnfischen alle möglichen Formen und Farben im Einsatz; „japanrote“ Twister hingegen sieht man nicht. Das bedeutet, dass die Fische sie nicht kennen, was wiederum zu vielen Bissen führen kann.

Es gilt: Neue Besen kehren gut!

Vor allem Augenräuber wie Hecht, Barsch und besonders die Forellen jagen einem solchen Köder gerne hinterher. Fisch die Japan-Twister an passenden Bleiköpfen, zum Beipiel welchen in Rot, oder in Orangetönen. Je weniger Gewicht, desto besser, denn wenig Kopfgewicht bedeutet eine längere Absinkphase, in der ja bekanntlich die meisten Bisse kommen. Oder verwendet ein Texas-Rig, bei dem sich das vor dem Gummitwister geschaltete Patronenblei beim Sinkenlassen des Köders nach dem Anzupfen, Anlupfen oder „Anjiggen“ löst, und auf dem Vorfach gleitend dem hinterhersinkenden, flatternden, trudelnden Bait voraus gen Grund geht.

Japanrot-Twister mit Rolle

Kürz über Grund kommen die meisten Bisse

Der rote Farbkleks taumelt hinterher – und POFF! – kommt der Biss, kurz über Grund, wo die meisten Bisse erfolgen. Bindet Euren Japan-Twister für die Fischerei am klaren Gewässer am besten an ein gutes Stück Monofil oder Fluocarbon; so habt Ihr nen zusätzlich Puffer, und die Fische sehen die Geflechtschnur nicht, mit der man die Bisse natürlich am besten spürt. Übrigens: Bei Meerestwistern in guter Qualität sind die Wackelschwänze übrigens wesentlich dünner als bei vielen Süßwasser-Gummis; sicher ein weiterer Grund, warum die „Roten“ oft so verdammt gut fangen… 🙂

Leuchtet 1A - Japanrot-Texas-Twister am Grund

Es gibt viele Meeresköder, die auch süßwassertauglich sind

Außer den japanroten Twistern gibt es noch zahlreiche andere Meeresköder, die, weil es eben drauf steht, hauptsächlich oder nur dort zum Einsatz kommen. Tipp: Kuckt Euch im Internet oder beim Händler ruhig mal in der Meeresköderecke um, und besorgt Euch gezielt solche Köder. Es ist oft überraschend, wenn plötzlich an einem stark befischten, „verblinkerten“ Wasser wieder Räuber beißen – einfach, weil sie die „salzigen“ Köder nicht kennen…