Mit voller Kraft an einer Schnur

Erfolgreiches Inklusions-Seminar zum Thema ADHS & Autismus in der Jugendarbeit

Am Samstag, den 18.07.2026, fanden sich einige engagierte Jugendleitungen in Ingolstadt ein, um den Inklusionsgedanken für unsere Bayerische Fischerjugend weiter voran zu bringen. Unsere Hauptreferentin, Julia von Rein-Hrubesch, gab Einblicke in die Diagnosen zu ADHS sowie Autismus und bereitete die Anwesenden praxisorientiert auf die Arbeit in der Jugendruppe vor. Ein wichtiger Faktor für diese erfolgreiche Veranstaltung war auch das tolle Engagement unserer anwesenden Jugendleitungen, die sich konstruktiv in das Geschehen einbrachten.

Inklusion: Miteinander statt nebeneinander

Zunächst ordneten wir den Begriff der Inklusion ein. Der Grundgedanke der Inklusion ist generell ein wesentlicher Baustein für eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander. Dabei ist es völlig unerheblich, was uns konkret voneinander unterscheidet – wir sind alle Teil einer lebendigen Gesellschaft! Das ist es, für was wir als Bayerische Fischerjugend stehen und was wir mit unseren Seminaren sowie Veranstaltungen zum Thema Inklusion fördern. Hierzu stellte unser Projektmitarbeiter Inklusion, Nico Pellicer, im Laufe des Seminares die bereits durchgeführten sowie kommenden Angebote vonseiten des Landesbüros vor.

Was bedeutet ADHS & Autismus denn eigentlich?

Die Ausprägungen von ADHS und Autismus sind äußerst vielfältig und können von Person zu Person stark variieren. Umso wichtiger ist eine zielgerichtete Aufklärung, die Frau Rein-Hrubesch äußerst kompetent vermittelte. Unsere Fachreferentin zeigte uns diverse Einblicke aus Ihrer Praxis im Umgang mit diagnostizierten Kindern und Jugendlichen auf. Dabei vermittelte sie sehr eindrücklich verschiedene Perspektiven der Betroffenen und schuf so ein sehr griffiges, tiefergehendes Verständnis bei den Teilnehmenden. Einige Wortmeldungen sowie ein konstruktiver Austausch untereinander rundeten die Thematik super ab.

Die Umsetzung in der praktischen Jugendarbeit

Im Anschluss daran ging es an praxisorientierte Handlungsfelder im Umgang mit jungen Menschen mit ADHS und Autismus. Durch die zuvor vermittelten Einblicke konnten alle Anwesenden einen direkteren Bezug zu verschiedenen Vorgehensweisen herstellen und sich in unterschiedliche Situationen besser hineinversetzen. Besonders erfreulich war auch hier wieder, dass vonseiten der Teilnehmenden eigene Fallbeispiele konstruiert und diskutiert wurden, die praxisorientiert und damit äußerst hilfreich für alle waren. Die passenden rechtlichen Rahmenbedingungen zeigte Frau Rein-Hrubesch ebenfalls anhand praxisnaher Beispiele auf und ging konstruktiv auf Wortmeldungen zum Thema ein. Alle Anwesenden kamen zu der Erkenntnis, dass gelebte Inklusion in der fischereilichen Jugendarbeit mit guter Planung, Abstimmung und Vorbereitung möglich ist!

Das Potenzial unseres Hobbys

Dass unser besonderes Hobby für unser eigenes Wohlbefinden viele positive Effekte hat, dürfte jede Anglerin und jeder Angler bestätigen. Für unsere Jugendleitungen kommt hier natürlich noch das eigene Ehrenamt hinzu, das mit Engagement, Verantwortung, aber auch großer Freude verbunden ist. Hierzu waren die Teilnehmenden in Gruppenarbeit zunächst selbst gefordert und trugen einige Facetten der fischereilichen Jugendarbeit zusammen.

Im Anschluss daran stellte Dominik Hunoltstein, Bildungsreferent im Landesbüro, einige teils völlig unterschiedliche Aspekte des Angelns vor, die sich positiv auf unseren Gesundheits- und Gemütszustand auswirken. Insgesamt lässt sich festhalten, dass unsere Leidenschaft sehr viele Effekte mit sich bringt, die natürlich auch für Menschen mit Diagnosen wie Autismus und/oder ADHS äußerst positiv wirken.

Alle an einer Schnur: Der Titel war Programm

Alle Themengebiete unseres Seminars fügten sich zu einer runden und lebendigen Veranstaltung, zu der alle Anwesenden ihren Beitrag leisteten. Von so viel Engagement und Zusammenarbeit wird die Jugendarbeit im Allgemeinen sowie die Inklusion im Besonderen profitieren. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch nochmal sehr herzlich bei Michael Hrubesch und seinem Verein, dem KFV Ingolstadt, für die tolle Mitorganisation sowie die großzügige Einladung zu Snacks für die Zwischenpausen!

Dominik Hunoltstein

Drei Tage Natur, Gemeinschaft und Erlebnisse

Inklusive Angelgruppe der Wohngemeinschaften St. Benedikt am Otterweiher

Die inklusive Angelgruppe der Wohngemeinschaften St. Benedikt Mitterteich verbrachte auch in diesem Jahr wieder drei erlebnisreiche Tage am idyllischen Otterweiher. Der Fischereiverein Etzenricht stellt der Gruppe den Weiher seit vielen Jahren großzügig zur Verfügung, was den Bewohnerinnen und Bewohnern jedes Mal große Freude bereitet und die Freizeit überhaupt erst möglich macht. Bereits am Freitag reiste die Gruppe an und richtete sich am Ufer des Otterweihers ein. Für viele der Teilnehmer ist diese Auszeit ein Höhepunkt im Jahreskalender: drei Tage in der Natur, angeln, grillen, lachen, zur Ruhe kommen und Erfolgserlebnisse sammeln. Die besondere Atmosphäre am Wasser, das gemeinsame Warten auf den nächsten Fang und die Gespräche am Grillfeuer schaffen ein Miteinander, das weit über den Alltag hinausreicht.

Am Samstag stand ein besonderes Erlebnis auf dem Programm. Unter dem Motto „Als wir jüngst in Regensburg waren“ unternahm die Gruppe eine Strudelrundfahrt auf der Donau. Die Fahrt unter der historischen Steinernen Brücke, vorbei an den Strudeln und durch die beeindruckende Kulisse der Altstadt, sorgte für Staunen und Begeisterung. Währenddessen machten sich weitere Bewohner aus dem Wohnheim auf den Weg zum Otterweiher, um am Nachmittag gemeinsam zu grillen. Bei gutem Essen, Gesprächen und viel Lachen wurde der Tag zu einem fröhlichen Wiedersehen für alle Beteiligten.

Die Angelfreunde übernachteten noch einmal am Weiher, bevor es am Sonntagvormittag ans Zusammenpacken und Abschiednehmen ging. Zum Abschluss führte der Weg die gesamte Gruppe zu einem gemeinsamen Mittagessen ins Gasthaus Zum Waldnaabtal in Neuhaus wo die Freizeit in gemütlicher Runde ausklang. Ein besonderer Dank gilt dem Betreuungsteam unter der Leitung von Josef Wenzl, dem Fischerverein Etzenricht für die jährliche Bereitstellung des Otterweihers sowie der Metzgerei Härtl in Tirschenreuth. Der 1. Vorsitzende des Fischervereins, Fritz Kick, lud die Bewohner bereits herzlich ein, auch im kommenden Jahr wiederzukommen – eine Geste, die die Verbundenheit und Wertschätzung zwischen Verein und Wohngemeinschaft eindrucksvoll unterstreicht. Dank dieser Unterstützung konnten die Bewohnerinnen und Bewohner drei Tage voller Freude, Naturerlebnisse und wertvoller Gemeinschaft erleben – ein Wochenende, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Bayerische Fischerjugend bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für das tolle Engagement und die Zusendung dieses Artikels!

Inklusionsfischen der Bayerischen Fischerjugend in Niederbayern

Zusammen an einer Schnur: Einladung zu unserem Inklusionsfischen in Riedenburg

Am 12.06.2026 findet das Inklusionsfischen der Bayerischen Fischerjugend in Riedenburg statt. Minderjährige und junge Erwachsene von 7 bis 27 Jahre können sich unserem tollen Hobby unter fachkundiger Begleitung widmen.

Von 10:00 – 15:00 Uhr treffen wir uns an einem Gewässerabschnitt des AFV Riedenburg, um gemeinsam einen tollen Angeltag zu erleben!

Für eine kostenfreie Verpflegung ist gesorgt. Auch das Angelgerät wird vom Veranstalter zur Verfügung gestellt. Es darf natürlich auch gerne die eigene Ausrüstung verwendet werden.

HIER geht es direkt zum Einladungsschreiben

Haben  wir euer Interesse geweckt?

Meldet euch direkt bei unserem Projektverantwortlichen, Nico Pellicer unter folgenden Kontaktdaten:

E-Mail: nicolas.pellicer@fischerjugend.de

Tel.: 0171 1693418  

 

Wir freuen uns auf tolle gemeinsame Stunden am Wasser mit euch!