Wo es schlammig ist, können Karpfen (andere Grundfische natürlich auch!) ihre Fressaktivitäten kaum verbergen, ganz besonders da, wo das Wasser flacher oder sehr klar ist. Ein klarer Hinweis darauf, wo Ihr fischen müsst! Übrigens: Als „Priel“ bezeichnet man im Norden einen Entwässerungsgraben, vorzugsweise einen, der ins Meer mündet.
Angeln in Blubberblasen
Karpfen, die wühlen, verraten sich fast immer. Und zwar durch größere oder kleinere Blasenteppiche. Die sind umso deutlicher, je tiefer der Fisch im Schlamm oder Mulm steckt, je aktiver er ist. Manche Blubberblasen bewegen sich schnell, sind groß, deutlich. Andere dagegen sind klein, bewegen sich kaum von der Stelle; je nachdem, wie tief die Nährtiere im Schlamm stecken, ob sie großflächig verteilt sind, oder punktuell gehäuft auftreten. Die Schlammwühler suchen meist nach Zuckmückenlarven oder kleinen Muscheln, beides sind Leibspeisen der Grundfische mit den Barteln. Die feinen Tastorgane funken bei Kontakt sofort ins Fischhirn, und der Fisch saugt ein. Beim Gründeln lösen sich natürlich Gase aus dem Sediment, die dann zu Oberfläche steigen. Das ist es dann, was Ihr sehen könnt. Im klaren Wasser könnt Ihr bisweilen auch den aufgewirbelten Schlamm unter Wasser wahrnehmen, besonders da, wo es flach ist. Gründelspuren sind die Fisch- und Fresszeichen schlechthin. Wo Ihr sie seht, wisst Ihr, dass was „geht“, dass der Fisch aktiv ist, frisst, dass er nicht erst angefüttert werden muss. Werft solche Spuren ganz gezielt an, fischt direkt am aktiven Fisch. Der wird sich nämlich einen leckeren Köder nicht entgehen lassen.
Blubberkarpfen im Kescher
Gut an der Gründelspur fängt der Tauwurm oder ein Mistwurm- oder Madenbündel, außerdem alles, was fischig-fleischig-proteinreich ist, wie stinkige Fisch- oder Fleischboilies, Pellets. Ganz wichtig: Beim Ansprechen der aktiven Fische müsst Ihr fix sein, den Köder schnell platzieren. Fischt ihn am besten mit der freien Leine, also ohne Blei oder Pose. So ist er nicht so auffällig und laut. Überwerft die Gründelspur ein bisschen, zieht den Köder an der Oberfläche heran, und lasst ihn genau in der Blasenspur fallen, oder unmittelbar an deren Rand. Die besten Treffer sind die, bei denen der Köder in die Zugrichtung des Fisches fällt. Die kann man ermitteln, indem man die Blasenspur ein bisschen beobachtet. Oft zieht der Fisch gegen die Unterströmung. Aber – auch wenn Ihr den Köder perfekt platziert, so heißt das noch lange nicht, dass der Karpfen sofort beißt. Ganz im Gegenteil – wenn der Fisch sich nicht gestört fühlt, schwimmt und wühlt er ganz langsam weiter, bis er schließlich den Köder wahrnimmt. Das kann ein paar Minuten dauern – oder auch eine halbe Stunde oder mehr… 🙂
Tipp: Wenn Euch die Rute zu schwer wird, dann legt sie einfach bei eingeschaltetem Freilauf und frei drehbarer Spule oder mit offenem Bügel im Ufergras ab, und beobachtet den Schnureintauchpunkt. Den Biss signalisiert die Schnur durch leichte Bewegung.
Diese Website verwendet Cookies. Zur Verbesserung unseres Internetauftritts speichern wir anonymisierte Informationen. Ist in Ihrem Browser die Einstellung "Do not Track" aktiv, werden auch keine Daten gespeichert. Selbstverständlich können Sie die Einstellungen individuell anpassen. EinstellungenAkzeptieren Datenschutzerklärung
Datenschutz- und Cookie-Richtlinie
Cookie Übersicht
Bei dem Besuch unserer Seite werden Cookies gesetzt.
Notwendige Cookies sind für die ordnungsgemäße Funktion der Website unbedingt erforderlich. Diese Kategorie enthält nur Cookies, die grundlegende Funktionen und Sicherheitsmerkmale der Website gewährleisten. Ihre hier vorgenommenen Cookie-Einstellungen werden in Sitzungscookies gespeichert. Auf der Anmeldeseite zur Pflege unseres Internetauftritts werden Cookies gesetzt. Dies sind erforderliche Cookies zur Absicherung unseres Internetauftritts.
Diese Website verwendet Cookies mit denen wir die Nutzung unseres Internetauftritts analysieren. Dies geschieht nur, wenn in Ihrem Browser die Einstellung \"Do not Track\" NICHT aktiv ist. Um unseren Internetauftritt nutzerfreundlich gestalten zu können, werden Informationen über die von Ihnen besuchten Seiten, die Zeit, die Sie auf ihnen verbracht haben, die Geräteart (Desktop, Handy, Tablett), der verwendete Browser und das Betriebssystem anonymisiert aufgezeichnet. Die verwendete Software ist \" Google Analytics\" und wird auf einer Third Party Website gehostet.